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Der diesjährige Christmas Garden im Kölner Zoo

Christmas Garden im Kölner Zoo 2023. Letztes Jahr haben wir zum ersten Mal den Christmas Garden im Kölner Zoo besucht. Meine persönliche Meinung zu Zoo’s ist relativ bi-polar, aber dazu später mehr. Dieses Jahr haben wir den Besuch Johanna’s Papa zu Weihnachten geschenkt, weil er so ein großer Lichtkunst Fan ist. Also haben wir diese Tradition nun fortgesetzt – wenn auch etwas später. Nämlich erst im Januar. Kurz vor Weihnachten im letzten Jahr war der Christmas Garden nämlich rummelbums voll. Außerdem hatten wir keinen früheren gemeinsamen Termin gefunden.

Dieses Jahr habe ich auch mal meine Leica eingepackt, denn anders als bei vielen anderen Veranstaltungen ist beim Christmas Garden fotografieren ausdrücklich erwünscht und erlaubt. Sympathisch.

Was ist der Christmas Garden eigentlich?

Das Veranstaltungskonzept des Christmas Garden ist relativ einfach. Deutschlandweit verwandeln die Veranstalter bekannte Orte in eine Art von Lichtkunstfestival. Wer regelmäßig Lichtkunstfestivals besucht, würde den Christmas Garden im Zoo wahrscheinlich nicht so bezeichnen, dafür sind die meisten Installationen zu „einfach“. Aber so ungefähr würde ich es als unerfahrener Besucher bezeichnen.

Seit letztem Jahr findet kurz vor Weihnachten auch der der Christmas Garen hier in Köln im Kölner Zoo statt und verwandelt des Gelände Dämmerung in ein Lichtermeer. Die zweite Auflage im Kölner Zoo konnte vom 17. November 2022 bis zum 15. Januar 2023 besucht werden. Genau das haben wir auch getan.

Meine größte Angst: Die Wiederholung

Zugegeben, ich bin dieses Jahr fest davon ausgegangen, dass wir ziemlich genau das selbe sehen wie letztes Jahr. Auch wenn wir gerade zum Schluss bei dauerhaftem Kölner Nieselregen im Dezember etwas hastig die letzten Installationen abgeschritten sind. Ich wurde dieses Jahr eines besseren belehrt.

Gerade die schlechteren Installationen aus dem letzten Jahr sind verschwunden. Dafür sind ein paar sehr gute Neue dazu gekommen. Gerade die erste Hälfte des Rundwegs bieten viel sehenswertes, was über beleuchtete Bäume hinausgeht. Dafür hat man die Highlights aus dem letzten Jahr an anderer Stelle erneut platziert. Zum Beispiel den mit großen Lichterketten ausgestatteten Cube, der dazu einlädt hindurchzugehen und beliebtes Fotomotiv ist.

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Eine leuchtende Himmelsleiter

Zum persönlichen Highlight in diesem Jahr, gehörte die leuchtende Himmelsleiter, die samt Animation den Weg in die Sterne symbolisiert. Hier auf den Fotos natürlich nicht zu erkennen, aber auch so ein schönes Motiv.

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Überflüssige Tierskultpuren in 2D

Während die 3D Skulpuren mit Lichterketten die Einwohner des Zoo‘s symbolisieren und dem Rundgang ein wenig seiner Umgebung näher bringt, hätte man sich die zwei-dimensionalen Skulpuren zum Schluss des Rundgangs in meinen Augen sparen können. Die sieht man fast auf jedem Weihnachtsmarkt und sie sorgen gerade zum Ende für ein wenig Enttäuschung. Dafür hat man zuvor zu viel Schönes gesehen.

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Das kleine Geißboch-Heim

Der Rundgang endet natürlich typisch Kölsch, am kleinen Geißbockheim. Was eigentlich das wahre Geißbockheim ist. Schließlich lebt hier das Maskottchen des 1. FC Köln. Geißbock Hennes. Wer Glück hat, sieht ihn sogar in der schwarzen Kölner Nacht in seinem von Lichterketten leicht beleuchteten Gehege.

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Mein Fazit zum Christmas Garden im Kölner Zoo

Definitiv einen Besuch wert, wenn man nicht zu viel erwartet. Ein paar der Installationen sind wirklich schön. Nicht nur visuell. Einige greifen das tierische Themen auf. Andere widmen sich eher der Weihnachtszeit. Hin und wieder werden auch die Gebäude des Zoo‘s für Lichtinstallationen genutzt, was zu einem neuen Zoo-Erlebnis führt.

Auch wenn eigentlich alle Tiere um die Zeit bereits nicht mehr aktiv sind – wer sich generell für Licht und Lichtinstallationen interessiert, nicht unbedingt Tiere im Zoo erleben will, der kann eine entspannte Runde durch den Kölner Zoo mit neuen Eindrücken kombinieren.

Wer‘s dieses Jahr nicht mehr schafft, kann sich das ganze mal entspannt für nächstes Jahr vormerken. Die ein oder andere Outdoor-Beschäftigung um die Weihnachtsfeiertage ist ja immer eine gerngesehene Abwechslung 😉

Wer übrigens noch ein bisschen von der Weihnachtsstimmung mitnehmen möchte, sollte sich in meinen Augen allerdings lieber für einen Besuch im Dezember und nicht im Januar entscheiden. Rentiere und leuchtende Weihnachtssterne brauch ich gegen Mitte Januar zurück im Alltag dann nämlich wirklich nicht mehr. Haha.

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Meine Meinung zu Zoo‘s im Allgemeinen

Ich bin schon lange absoluter Zoo-Gegner und gehe genauso lange nicht mehr in Zoos. Ich bin der Meinung man brauch Wildtiere in Großstädten nicht besuchen können. Ich könnte drauf verzichten.

Vor ein paar Jahren durfte ich allerdings ein Event im Zoo dokumentieren, dass meine persönliche Meinung zum Wanken gebracht hat. Damals führte der Kölner Zoo mit der Agentur Ben & Jan aus Hamburg eine SnapChat Feature ein, mit dem Besucher:innen über ihr Handy digitale Tiere in leeren Gehegen sehen konnten. Aus vielen verschiedenen Hinsichten interessant.

Damals lernte ich aber auch, dass Zoo‘s einen großen Beitrag zum Erhalt von Tierarten beitragen können. Der Kölner Zoo zum Beispiel stand damals kurz davor als erster Zoo weltweit eine eigentlich ausgestorbene Krokodil-Art zurück in die Natur zu bringen. Jahre der Aufzucht, Forschung und natürlich ein langer Prozess zur Vorbereitung auf die Rückführung in den ursprünglichen Lebensraum.

Etwas, über das ich mir zuvor keine Gedanken gemacht hatte und was mich nachdenklich stimmte und meine trotzdem negative Meinung zu Zoo’s ins Wanken brachte. Weswegen ich inzwischen übrigens immerhin kein schlechtes Gewissen mehr habe, so Events wie den Christmas Garden im Zoo zu besuchen. Auch wenn ich sonst weiterhin nicht in den Zoo gehe. Oder gehen werde.


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